JSON-LD.
JSON-LD ist ein Format für strukturierte Daten, das die Bedeutung einer Seite maschinenlesbar angibt, ohne ihr Aussehen zu verändern.
Es wird als eigener Block in die Seite eingebettet und ist von der HTML-Struktur unabhängig. Diese Unabhängigkeit ist sein größter Vorteil gegenüber den beiden anderen Formaten für strukturierte Daten: Selbst wenn sich das visuelle Layout vollständig ändert, bleibt der Block gleich und bricht nicht.
Dieses Format empfiehlt Google ausdrücklich. Die anderen Formate verteilen die Auszeichnung über die HTML-Elemente; sie sind aufwendig zu pflegen und brechen bei Layoutänderungen leicht.
Ein Block beginnt mit einem Feld, das den Kontext angibt, und enthält Knoten. Jeder Knoten hat einen Typ, und die für diesen Typ in schema.org definierten Felder werden gefüllt. Der eigentliche Wert liegt darin, dass Knoten über Identitäten miteinander verbunden werden — unverbundene Knoten bilden einen Haufen, verbundene einen Graphen.
Die gefährlichste Nutzung ist, eine Information anzugeben, die nicht auf dem Bildschirm steht. Das verstößt offen gegen die Richtlinien der Suchmaschinen und bringt die Seite in Widerspruch zu sich selbst. Das richtige Muster: Schema fügt keine neue Information hinzu, es übersetzt vorhandene in Maschinensprache.
Es bricht lautlos: Ist ein Block fehlerhaft, sieht die Seite weiterhin normal aus, und es erscheint keine Fehlermeldung. Deshalb gehört die Prüfung in den Auslieferungsprozess.
Auch die Pflege zählt: Von Hand geschriebenes Schema löst sich binnen Monaten von der Wirklichkeit. Die Seite ändert sich, das Schema bleibt. Deshalb sollte das Schema vom Generator aus den eigenen Daten der Seite abgeleitet werden — ein Auseinanderlaufen wird dann strukturell unmöglich.
Und die Prüfung hat zwei Ebenen: die Syntax übernehmen automatische Werkzeuge, die Bedeutung das menschliche Urteil. Ein fehlerfreier, aber bedeutungsloser Graph ist technisch gültig und völlig nutzlos.
- Ein Block, viele Knoten — alle Knoten der Seite gehören in einen einzigen Graphen.
- Feste Identitäten — Organisation, Person und Website einmal definieren und von überall darauf verweisen.
- Der eigene Knoten der Seite — jede Seite soll ihre eigene Identität tragen.
- Brotkrumenpfad — der Platz der Seite in der Hierarchie.
- Inhaltsknoten — je nach Seitentyp Artikel, Leistung oder Definition.
Diese Reihenfolge lässt sich überspringen, doch dann arbeiten die oberen Ebenen ins Leere: Ein Artikelknoten ohne Identitätsknoten kann seine Autorin nicht ausweisen, und eine Seite ohne Website-Knoten kann nicht sagen, zu welcher Website sie gehört.