hreflang.
hreflang ist die Auszeichnung, die Suchmaschinen die verschiedenen Sprach- und Regionsfassungen einer Seite meldet.
Auf einer mehrsprachigen Website gibt es denselben Inhalt in mehreren Fassungen, und die Suchmaschine muss zweierlei wissen: Sind das Übersetzungen voneinander, und welche soll welcher Nutzerin gezeigt werden? hreflang beantwortet beides.
Es gelten drei Regeln, und fehlt eine, gilt der Satz als ungültig.
- Wechselseitigkeit — meldet A die Seite B, muss B auch A melden.
- Selbsteinschluss — jede Seite muss auch ihre eigene Sprache melden.
- Absolute Adresse — ein relativer Pfad wird nicht akzeptiert.
Der Wert kann ein Sprachcode oder ein Sprache-Region-Paar sein. Ein Sprachcode allein richtet sich an alle, die diese Sprache sprechen; ein Sprache-Region-Paar nur an die Menschen in einem bestimmten Land. Das Zweite ist nur sinnvoll, wenn sich der Inhalt wirklich unterscheidet — andere Währung, andere Bestände, anderer Rechtstext.
Die Angabe kann im head-Bereich der Seite, in der Sitemap oder in einem HTTP-Header erfolgen; alle drei sind gleichwertig. Diese Website nutzt die ersten beiden zusammen: Jede Seite trägt ihren eigenen Verweissatz — eine in drei Sprachen vorhandene Seite vier Verweise, eine nur türkische zwei — und die Sitemap wiederholt dieselben Sätze.
Es hebt keine Platzierung — es ist ein Zuordnungssignal, kein Rankingsignal. Richtig eingerichtet sorgt es dafür, dass vorhandene Sichtbarkeit die richtige Nutzerin erreicht.
Es ist eine Ebene, die lautlos bricht: Es gibt keine Fehlermeldung, die Seite sieht normal aus, und nur in den Suchergebnissen erscheint plötzlich die falsche Sprachfassung. Das Symptom zu bemerken dauert Wochen.
Die häufigsten Fehler sind fehlende Wechselseitigkeit, das Weglassen der Selbstangabe und ein Widerspruch zur kanonischen Adresse. Der dritte ist der heimtückischste: Sagt hreflang „ich bin die deutsche Fassung“, während die kanonische Adresse auf die türkische Seite zeigt, kommt die deutsche Fassung gar nicht in den Index.
Die dauerhafte Lösung besteht darin, die Verweise nicht von Hand zu schreiben: Aus einer einzigen Quelle erzeugt, ist die Wechselseitigkeit strukturell gesichert — und an einen Test gebunden zeigt sich ein Bruch schon bei der Auslieferung.
- Wechselseitigkeit — meldet A die Seite B, muss B auch A melden; eine einseitige Angabe ist ungültig.
- Selbsteinschluss — jede Seite muss auch ihre eigene Sprache melden; die am häufigsten übersehene Regel.
- Absolute Adresse — ein relativer Pfad wird nicht akzeptiert.
- Übereinstimmung mit canonical — jede Sprachfassung muss kanonisch auf sich selbst zeigen.
- Eine echte Seite — jede gemeldete Adresse muss existieren; ein Verweis mit 404 zerstört den Satz.
Eine Anmerkung zur Umsetzung: Die Angabe kann im head der Seite, in der Sitemap oder in einem HTTP-Header erfolgen, und alle drei sind gleichwertig. Große Websites bevorzugen die Sitemap, weil die Verweise dort in einer Datei zusammenkommen und sich von einer Stelle aus prüfen lassen.