Sprachkennung.
Eine Sprachkennung ist die standardisierte Kodierform, die Maschinen mitteilt, in welcher Sprache ein Text verfasst ist.
Am Wurzelelement gibt sie die Hauptsprache der Seite an, an einem Abschnitt die Sprache dieses Abschnitts. Screenreader wählen die Sprachausgabe anhand dieser Angabe; fehlt sie oder ist sie falsch, wird der Text in der falschen Sprache vorgelesen.
Die Form besteht aus einem Sprachcode und einem optionalen Regionscode. Für die Sprache dienen zweibuchstabige Standardcodes, für die Region zweibuchstabige Ländercodes. Das Trennzeichen ist der Bindestrich; der Unterstrich gehört zur Form eines anderen Standards.
Ein Regionscode ist nur sinnvoll, wenn sich die Aussprache wirklich unterscheidet — wie bei der amerikanischen und der britischen Variante des Englischen. Für Türkisch genügt der zweibuchstabige Sprachcode.
- Am Wurzelelement — auf jeder Seite, ausnahmslos. Auf WCAG-Stufe A vorgeschrieben.
- Auf Abschnittsebene — Zitate und Beschriftungen in fremder Sprache.
- Beschriftungen des Sprachumschalters — jede in ihrer eigenen Sprache und mit angegebener Sprache.
- Markennamen — meist nicht ausgezeichnet; ihre Aussprache ist bekannt.
- Codefragmente — als Code auszeichnen, nicht als Sprache.
Die Angabe betrifft nicht nur den Screenreader: Auch das Übersetzungsangebot des Browsers, seine Rechtschreibprüfung und seine typografischen Regeln speisen sich daraus. Eine einzeilige Angabe bringt vier Systeme zugleich zum richtigen Arbeiten.
Ihre Verwendung am Wurzelelement ist auf WCAG-Stufe A vorgeschrieben, also eine Grundanforderung. Die Verwendung auf Abschnittsebene liegt auf Stufe AA und betrifft fremdsprachige Zitate.
Auf mehrsprachigen Websites wird die Abschnittsebene besonders oft gebraucht: Die Beschriftungen im Sprachumschalter stehen in ihrer eigenen Sprache, und diese Sprache gehört angegeben. Das Wort „Deutsch“, von einer türkischen Sprachausgabe gelesen, wird unverständlich.
Sie gehört zur selben Familie wie der Wert in hreflang, ist aber nicht dasselbe: Hier ist der Regionscode meist überflüssig. Unterscheidet sich die Aussprache nicht wirklich, genügt der zweibuchstabige Sprachcode — und ist sicherer.
- Am Wurzelelement — auf jeder Seite, ausnahmslos. WCAG-Stufe A.
- Auf Abschnittsebene — fremdsprachige Zitate und Beschriftungen des Sprachumschalters.
- Regionscode — nur wenn sich die Aussprache wirklich unterscheidet.
- Das Trennzeichen ist der Bindestrich — der Unterstrich gehört zu einem anderen Standard.
- Codefragmente — als Code auszeichnen, nicht als Sprache.
Eine Anmerkung zum Umfang: Die Angabe betrifft nicht nur den Screenreader. Auch das Übersetzungsangebot des Browsers, seine Rechtschreibprüfung und seine typografischen Regeln speisen sich daraus — eine einzeilige Angabe bringt vier Systeme zugleich zum richtigen Arbeiten.