murattunalı.

x-default.

x-default ist ein besonderer hreflang-Wert, der die Standardseite angibt, wenn keine Sprachfassung zur Sprache der Nutzerin passt.

Welche Fassung soll auf einer dreisprachigen Website angezeigt werden, wenn eine französischsprachige Person sucht? Der Satz beantwortet das nicht, denn Französisch kommt darin nicht vor. x-default füllt diese Lücke.

Der Wert gibt eine Rolle an, keine Sprache. Die Seite, auf die er zeigt, trägt ihre eigene Sprachangabe daher weiterhin gesondert — eine Seite kann zugleich „die türkische Fassung“ und „die Standardseite“ sein.

  1. Je Satz darf es nur einen geben — zwei Standardseiten erzeugen einen Widerspruch.
  2. Optional — ohne ihn entscheidet die Suchmaschine selbst.
  3. Keine Weiterleitungsanweisung — er richtet sich allein an die Suchmaschine.
  4. Es kann die am weitesten verbreitete Sprache, die Sprache des Hauptmarktes oder eine Sprachauswahlseite sein.

Der dritte Punkt hat eine wichtige Folge: Ein richtig eingerichtetes x-default macht die automatische Weiterleitung überflüssig. Die Suchmaschine zeigt die passende Fassung ohnehin.

Auf dieser Website zeigt x-default auf die türkische Wurzel, und die Entscheidung ist eine Marktentscheidung — die Zielgruppe liegt in der Türkei. Jede Seite trägt vier Verweise: drei Sprachen und die Standardseite.

Welche Seite gewählt wird, ist eine strategische Entscheidung: die am weitesten verbreitete Sprache, die Sprache des Hauptmarktes oder eine Sprachauswahlseite. Die dritte ist neutral, erzeugt aber Reibung und ist bei kleinen Websites meist entbehrlich.

Je größer der Satz, desto schwerer die Entscheidung: Auf einer siebensprachigen Website ist keine Sprache eine naheliegende Standardkandidatin. In dieser Größenordnung wählt man entweder die am weitesten verbreitete Sprache oder baut eine Auswahlseite.

Die Entscheidung sollte einmal getroffen und mit ihrer Begründung festgehalten werden — sonst bricht die Diskussion, welche die eigentliche Fassung sei, im Team regelmäßig wieder auf.

  1. Eine Rolle, keine Sprache — die verwiesene Seite gibt auch ihre eigene Sprache an.
  2. Einer je Satz — zwei Standardseiten erzeugen einen Widerspruch.
  3. Keine Weiterleitungsanweisung — er richtet sich allein an die Suchmaschine.
  4. Optional — ohne ihn entscheidet die Suchmaschine selbst.
  5. In Seite und Sitemap gemeinsam angeben — eines ist die Absicherung des anderen.

Ein Hinweis zur Prüfung: Automatische Werkzeuge kontrollieren, ob die Angabe VORHANDEN ist, nicht, ob sie auf die richtige Seite zeigt. Das ist eine strategische Entscheidung, die nur ein Mensch bestätigen kann — deshalb gehört ihre Begründung schriftlich festgehalten.

QUELLEN