murattunalı.

Locale.

Eine Locale ist die Einstellung, die Sprache und Region einer Nutzerin gemeinsam bestimmt und die Formatierungsregeln festlegt.

Vom Sprachtag unterscheidet sie sich im Umfang: Eine Sprachkennung gibt die Sprache des Textes an, eine Locale bestimmt, wie Zahlen, Daten, Währung und Sortierung formatiert werden.

Der Unterschied zeigt sich an konkreten Beispielen. Das Dezimaltrennzeichen ist im Türkischen ein Komma, im Englischen ein Punkt. Die Datumsreihenfolge wechselt von Land zu Land. Die alphabetische Sortierung stellt die türkischen Buchstaben ç, ğ, ı, ö, ş und ü an ihre eigenen Plätze — die englische Sortierung tut das nicht.

  1. Zahlenformat — Dezimal- und Tausendertrennzeichen.
  2. Datum und Uhrzeit — Reihenfolge und Trennzeichen wechseln je Land.
  3. Währung — Symbol, Position und Trennzeichen.
  4. Sortierung — die Alphabetregeln sind sprachspezifisch.
  5. Groß-/Kleinschreibung — das türkische i mit und ohne Punkt verlangt eine eigene Regel.

Der letzte Punkt ist eine Falle: Die Standardumwandlung der meisten Programmiersprachen kennt die türkischen Regeln nicht und macht aus einem großen punktlosen I ein punktiertes i. Bei der Slug-Erzeugung und bei Suchvergleichen führt das zu falschen Ergebnissen.

Moderne Browser bieten diese Formatierungen eingebaut an, und sie sind verlässlicher als handgeschriebener Formatierungscode — weil sie die Regeln aktuell halten. Ein von Hand geschriebener Datumsformatierer wird an dem Tag lautlos falsch, an dem sich eine Regel ändert.

Locale und Sprachkennung werden oft verwechselt, erfüllen aber verschiedene Aufgaben: Die Kennung gibt die Sprache des Textes an, die Locale bestimmt die Formatierungsregeln. Eine Seite kann türkisch sein und Daten dennoch im internationalen Format zeigen.

Handgeschriebener Code zur Formatierung ist weniger verlässlich als die eingebauten Funktionen des Browsers — weil er die Regeln nicht aktuell hält. Ändert sich das Datumsformat oder das Währungssymbol eines Landes, wird handgeschriebener Code lautlos falsch.

Zwei Punkte verlangen im Türkischen besondere Aufmerksamkeit: die alphabetische Sortierung und die Groß-/Kleinschreibung. Beide liefern mit den Standardeinstellungen falsche Ergebnisse und erfordern einen sprachbewussten Aufruf.

  1. Zahlenformat — Dezimal- und Tausendertrennzeichen wechseln je Sprache.
  2. Datum und Uhrzeit — Reihenfolge und Trennzeichen je Land.
  3. Währung — Symbol, Position und Trennzeichen.
  4. Sortierung — das türkische Alphabet verlangt eigene Regeln.
  5. Groß-/Kleinschreibung — das türkische i mit und ohne Punkt verlangt eine eigene Regel.

Ein Hinweis zur Umsetzung: Die Formatierung gehört den eingebauten Funktionen des Browsers überlassen. Ein von Hand geschriebener Datums- oder Währungsformatierer wird lautlos falsch, sobald sich eine Regel ändert — und es dauert Monate, bis das auffällt.

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